Der 56. Fasenachtsumzug erfreute Jung und Alt
Trotz Wirtschaftsflaute war der Umzug eine große Sause, so kommentierten die Verantwortlichen des Komitees das närrische Spektakel am Sonntag. Nicht einmal der wolkenverhangene Himmel konnte die ausgelassene Stimmung beim Fasenachtsumzug bremsen. Was die vielen tausend Zuschauer an tollen Einfällen, großartiger Ausgestaltung und närrischen Einlagen erlebten, lässt hoffen, dass die Forchheimer Straßenfasenacht auch in den kommenden Jahren ihren festen Platz im närrischen Geschehen behaupten wird. Dies auch deshalb, weil die Jugend sich Jahr für Jahr aktiver in das närrische Geschehen einbringt und damit den Fasenachtsumzug zu einem die Generationen übergreifenden Erlebnis werden lässt. Ein Beitrag, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
So herrschte entlang des Zugweges eine recht ausgelassene Stimmung, die durch Sprecheransagen in der Karlsruher Straße, am Busplatz und beim Rathaus zusätzlich angeheizt wurden. Als pünktlich um 14.11 Uhr die Schützen vom Schützenclub Mörsch in Anwesenheit von Ehrenbürger Kurt Roth ihre Böller abschossen und die Mitglieder des Komitees zusammen mit dem Vertreter der Stadt Rheinstetten, Herrn Oberbürgermeister Sebastian Schrempp im Beisein von Herrn Bürgermeister Clemens Hauck, den Umzug auf den Weg schickten und den Komiteewagen bestiegen, nahm das närrische Spektakel seinen Lauf. Der Bonbon- Gummibärchen- und Popkornregen, der von den Umzugsgruppen vor allem auf die vielen Kinder niederging, sorgte für viel strahlende Kinderaugen. Nicht vergessen wurden dabei die an auf ihren Rollstuhl angewiesenen behinderten Jugendlichen und Erwachsenen. Sie wurden von den umstehenden Zuschauern mit den Süßigkeiten bedacht. Überhaupt zeichnet sich der Forchheimer Fasenachtsumzug durch eine große Familien- und Kinderfreundlichkeit aus. So wurde geschunkelt und gelacht und nach dem Takt der Musik getanzt. Es herrschte eine fasenachtliche Stimmung, die Jung und Alt gleichermaßen erfasste.
Eine gute Voraussetzung für die ausgelassene Stimmung bei der Bekanntgabe der Wertungsergebnisse schuf das Preisgericht. So konnte die Vorsitzende des Preisgerichtes, Brigitte Lenz, ein Wertungsergebnis präsentieren, das die einhellige Zustimmung der Aktiven des Umzuges fand. Das Preisgericht wurde durch neue Werter aus den Stadtteilen erweitert und der Anteil der Frauen beim Preisgericht erhöht. Ein lange anhaltender Beifall und Freudentänze waren eine sichtbare Bestätigung der Arbeit des Preisgerichtes.
Davon zeugte auch die abendliche Preisverteilung im Bürgersaal. Der Saal platzte aus allen Nähten und die Stimmung glich der eines Tollhauses. Buchstäblich Kind und Kegel saßen dicht gedrängt auf dem Boden des Saales oder umlagerten stehend, immer mit närrischen Beifallsbekundungen, die Bekanntgabe der Preise durch Reinhold Kästel. Die ausgehändigten Urkunden mit dem jeweiligen Gruppenbild wurden in einer Meisterleistung von Uwe Gentner und seinem Team geschaffen. Strahlende, funkelnde Kinderaugen hielten voller Stolz ihre Pokale und Urkunden in Händen und übten schon einmal sich als Sieger feiern zu lassen. Doch auch die alten Hasen der Fasenacht brachten immer wieder ihre Freude über den erzielten Preis zum Ausdruck.
Eine besondere Ehrung wurde Willi Heil zuteil. In Würdigung seiner Verdienste um den Umzug, den er seit über 50 Jahre durch die Gestaltung einer Umzugsgruppe bereichert, wurde Willi Heil zum Ehrenmitglied der Vereinten Forchheimer Fasenacht ernannt.
Nicht vergessen wurde zum Schluss auch allen am Erfolg des Umzuges beteiligten zu danken. So dankte Reinhold Kästel den aktiven Teilnehmern, wie auch den Sponsoren der Straßenfasenacht. Seit den Anfängen des Umzuges ermöglicht die heimische Industrie, das Handwerk und das heimische Gewerbe den Fasenachtsumzug durch Spenden. Weiter galt der Dank der Stadt für die große Unterstützung bei der Bewältigung Aufgaben, die der Fasenachtszug abverlangt und die gute Zusammenarbeit.