Schön reden und schreiben tut’s nicht - nur Taten schaffen Abhilfe!
Im Nachgang zum 55. Fasenachtsumzug, der in weiten Kreisen der Bevölkerung Anerkennung und Bewunderung hervor rief, sind Klagen wegen übermäßigen Alkoholgenuss von aktiven Umzugsteilnehmern und Gruppen jugendlicher Zuschauer laut geworden. Diese Feststellungen sind zutreffend, doch treffen sie nur auf einige wenige aktive Gruppen und einen kleinen Teil der jugendlichen Besucher des Umzuges zu. Keineswegs sind diese nicht erfreulichen Tatbestände den Verantwortlichen des Komitees verborgen geblieben, noch ist das Komitee in dieser leidvollen Angelegenheit untätig geblieben.
Um diesen Missstand abzustellen oder zu minimieren sind Appelle, wie sie in der Aus-gabe 05/2008 „Rheinstetten aktuell“ von einer Elterninitiative veröffentlicht wurden, wenig hilfreich, da die angesprochene Öffentlichkeit nicht primär, eher sekundär gefordert ist.
Sehr richtig haben die Väter des Grundgesetzes erkannt, dass die Erziehung der Kin-der zuvörderst Aufgabe der Eltern ist. Nur wenn das Übel an der Wurzel angepackt wird kann dem Missstand erfolgreich begegnet werden.
Die Schule, die Vereine und die Öffentlichkeit, können helfend dazu beitragen und zwar jeder dort wo er gefordert.
Alles Übel nimmt einmal seinen Anfang. Der Anfang beim Alkohol fängt mit dem Kauf an. So stellt sich die Frage, woher Jugendliche ihr Geld zum Einkauf von Alkohol haben.
Es wundert schon, dass die Rückstände an Flaschen und Dosen, die nach dem Fasenachtsumzug den Zugweg verunstalteten, denen gleichen, die auch bei häuslichen Partys von Jugendlichen zurückbleiben.
Daraus ist zu folgern, dass die Verhinderung des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen nicht nur von Gaststätten, Vereinen und Geschäften verhindert werden kann. Auch an die Eltern ist zu appellieren, mit wachen Augen die Partys ihrer Kinder zu begleiten.






