Ob Alt oder Jung, der Umzug brachte alle in Schwung
Der 58. Umzug war eine große Sause. So kommentierten die Verantwortlichen des Komitees das närrische Spektakel am Sonntag. Was die vielen tausend Zuschauer an tollen Einfällen, großartiger Ausgestaltung und närrischen Einlagen sahen und erlebten, lässt hoffen, dass die Forchheimer Straßenfasenacht auch in den kommenden Jahren ihren festen Platz im närrischen Geschehen behaupten wird. Dies auch deshalb, weil die Jugend sich Jahr für Jahr aktiver in das närrische Geschehen einbringt und damit den Fasenachtsumzug zu einem, die Generationen übergreifenden Erlebnis werden lässt. Ein Beitrag, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
So herrschte entlang des Zugweges, schon lange bevor sich der Zug in Bewegung setzte, eine recht ausgelassene Stimmung, die durch Sprecheransagen in der Karlsruher Straße und beim Rathaus zusätzlich angeheizt wurde. Als pünktlich um 14.00 Uhr die Schützen vom Schützenclub Mörsch in Anwesenheit von Ehrenbürger Kurt Roth ihre Böller abschossen und die Mitglieder des Komitees zusammen mit Schirmherr Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, im Beisein von Bürgermeister Clemens Hauk, den Umzug auf den Weg schickten und den Komiteewagen bestiegen, setze sich der Umzug in Bewegung. Der Bonbon-, Gummibärchen-, und Popkornregen, welcher von den Umzugsgruppen vor allem auf die vielen Kinder niederging, sorgte für strahlende Kinderaugen. Nicht vergessen wurden dabei die auf ihren Rollstuhl angewiesenen behinderten Jugendlichen und Erwachsenen. Sie wurden von den umstehenden Zuschauern mit den Süßigkeiten bedacht. Überhaupt zeichnet sich der Forchheimer Fasenachtsumzug durch eine große Familien- und Kinderfreundlichkeit aus. So wurde geschunkelt und gelacht und nach dem Takt der Musik getanzt. Es herrschte eine fasenachtliche Stimmung, die Jung und Alt erfasste.
Davon zeugte auch die Preisverteilung in der Ufgauhalle. Der Saal platzte aus allen Nähten und die Stimmung glich der eines närrischen Tollhauses. Es herrschte eine Stimmung, die dem Rheinischen Karneval gleichkam. Kind und Kegel saßen dicht gedrängt im Saal, oder umlagerten stehend, mit närrischen Beifallsbekundungen, die Bekanntgabe der Preise durch den Präsidenten des Komitees, Walter Goller. Die ausgehändigten Urkunden entfachten strahlende und funkelnde Kinderaugen. Voller Stolz hielten sie ihre Pokale und Urkunden in Händen. Sie übten sich schon einmal als Sieger feiern zu lassen. Doch auch die alten Hasen der Fasenacht brachten immer wieder ihre Freude über den erzielten Preis bei der Wertung zum Ausdruck.
Die Voraussetzung für die ausgelassene Stimmung bei der Bekanntgabe der Wertungsergebnisse schuf das Preisgericht. So konnte die Vorsitzende des Preisgerichtes, Brigitte Lenz, im Beisein von Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, Bürgermeister Clemens Hauk und Ehrenbürger Kurt Roth ein Wertungsergebnis präsentieren, das die einhellige Zustimmung der Aktiven des Umzuges fand. Das Preisgericht wurde durch neue Werter aus allen Stadtteilen erweitert und der Anteil der Frauen beim Preisgericht erhöht. Ein lange anhaltender Beifall und Freudentänze waren eine sichtbare Bestätigung der Arbeit des Preisgerichtes.
Zum Abschluss der närrischen Veranstaltung dankte Walter Goller den aktiven Teilnehmern, wie auch den Sponsoren der Straßenfasenacht. Seit den Anfängen des Umzuges ermöglicht das heimische Handwerk, das Gewerbe und die Dienstleister den Fasenachtsumzug durch Spenden. Weiter galt sein Dank der Stadt für die große Unterstützung bei der Bewältigung der Aufgaben, die der Fasenachtszug abverlangt und für die gute Zusammenarbeit.
Der Schirmherr des Forchheimer Fasenachtsumzuges, Oberbürgerbürgermeister Sebastian Schrempp würdigte die große Leistung der einzelnen Umzugsgruppen und sprach dem Organisationskomitee des Umzuge und den Mitstreitern der Vereinten Forchheimer Fasenacht Dank und Anerkennung aus.